Keine großen Forstschäden durch Sturmtief Xynthia 01.03.2010
Das Sturmtief Xynthia hat am Sonntag im Landkreis Emmendingen keine größeren Schäden angerichtet. Die Wälder sind nach einer ersten Bestandsaufnahme durch den Leiter des Kreisforstamts, Jürgen Schmidt, glimpflich davon gekommen. So gab es überwiegend Einzelwürfe und sogenannten Nesterwürfe Gruppen von zusammenstehenden Bäumen in den Wäldern. Der Schaden ist zwar noch nicht genau zu beziffern, dürfte aber nach der Schätzung bei einigen Tausend Festmetern liegen. Zum Vergleich: der Holzhieb in einem normalen Forstjahr in allen Wäldern im Landkreis Emmendingen beträgt rund 200.000 Festmeter Holz. Bei der bisher größten Naturkatastrophe, dem Sturm Lothar, waren vor zehn Jahren an Weihnachten 1999 rund 500.000 Festmeter Holz angefallen. Zuletzt hatte der Sturm Quentin am II. Weihnachtstag 2008 vor allem im Raum Waldkirch große Schäden angerichtet.
Das Kreisforstamt bittet die Bevölkerung in den nächsten Tagen darum, nicht in den Wald zu gehen. Viele Waldwege sind noch unpassierbar, viele Bäume wurden vom Sturm nur angeschoben und können noch fallen. Außerdem droht auch Gefahr durch Äste, die in den Kronen hängen und ebenfalls herabfallen können.
Forstleute und Waldbesitzer erinnerten sich gestern übrigens daran, dass auf den Tag genau vor 20 Jahren die beiden stürmischen Schwestern Vivian und Wiebke im Jahr 1990 für große Schäden auch im Landkreis Emmendingen sorgten.



