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Zum Jahresende hört Andrea Kühner als Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Freiburg auf
Erstelldatum18.12.2024
In den vergangenen fünf Jahren hat sie die Bio-Musterregion aufgebaut und Verbraucher, Händler und Erzeuger zusammengebracht.
2019 wurden die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Stadt Freiburg vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz als Bio-Musterregion anerkannt, am 27. Februar 2020 fand die Auftaktveranstaltung in Eichstetten am Kaiserstuhl statt. Mit dabei war von Beginn an Andrea Kühner (31) als Regionalmanagerin, die die damals neunte von inzwischen 14 Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg mit aus der Taufe hob. Nach fünf Jahren verlässt sie nun die Bio-Musterregion und wird sich ab dem 1. Januar 2025 im Regierungspräsidium Stuttgart um die Verkehrswende im Land kümmern.
„Frau Kühner hat die Bio-Musterregion von Anfang an zu einer Erfolgsstory gemacht“, sagt Dr. Martin Schreiner, Dezernent für den ländlichen Raum im Landkreis Emmendingen. „Sie ist das Gesicht unserer Bio-Musterregion und hat mit ihrer freundlichen und kompetenten Arbeitsweise viele Partner mit ins Boot geholt.“ Aufgabe von Andrea Kühner war in der vom Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie den Kooperationspartner Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie der Stadt Freiburg finanzierten Stelle die Vernetzung von ökologisch wirtschaftenden Betrieben mit innovativen Verarbeitungsunternehmen und dem Handel. So sollen gemeinsame Maßnahmen für mehr Öko-Landbau in Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung entstehen, die mit dem ökologischen Landbau verbundenen Wertschöpfungspotenziale sollen genutzt und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln gesteigert werden.
Oft fehlen Zeit und Mitarbeitende
„Von engagierten Bio-Betrieben und interessierten Abnehmern gibt es erfreulicherweise sehr viele im Gebiet unserer Bio-Musterregion“, sagt Kühner. Das Gebiet zieht sich von der Oberrheinebene über den Kaiserstuhl, Tuniberg und die Vorbergzone im nördlichen Breisgau und das Markgräflerland bis zu den Tälern und Hochlagen des Hochschwarzwalds und der westlichen Baar. „Aber viele wussten gar nicht voneinander und wenn doch, dann fehlten oft Zeit und Mitarbeitende, die sich um die richtige Vernetzung und Vermarktung kümmerten.“
Und da kommt die Regionalmanagerin der Bio-Musterregion ins Spiel: Leute ansprechen, Ideen und Konzepte entwickeln und vorstellen, Beziehungen aufbauen, Produzenten und Endverbraucher miteinander bekanntmachen und davon überzeugen, dass es sich für beide Parteien lohnt, miteinander ins Geschäft zu kommen.
Stadt-Land Vernetzung
In der Bio-Musterregion Freiburg, die den Sitz ihrer Geschäftsstelle ihm Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Emmendingen-Hochburg hat, spielen insbesondere die Stadt-Land Vernetzung und die Außer-Haus-Verpflegung eine große Rolle, also zum Beispiel Großküchen in Kantinen oder Catering-Firmen. „Manchmal gehen solche Vernetzungen ganz schnell, da haben die Partner sozusagen nur aufeinander gewartet. In anderen Fällen muss man zäh sein und dranbleiben, es braucht manchmal seine Zeit“, so Kühner. Ein weiteres wichtiges Thema für die Bio-Musterregion sind Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, die sogenannten „Piwis“. Sie sollen bekannter gemacht und bei der Vermarktung unterstützt werden.
Die Arbeit habe ihr sehr viel Spaß gemacht, sagt Andrea Kühner, aber aus persönlichen Gründen übergibt sie die Arbeit als Regionalmanagerin der Bio-Musterregion nun in andere Hände. Sie sei aber sehr froh, dass eine kompetente Nachfolgerin bereits gefunden wurde, die zum 1. Januar 2025 anfängt und somit einen nahtlosen Übergang gewährleistet.







