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Vortrag von Daoud Nassar, Tent of Nations, am 9. September 2025
Erstelldatum08.09.2025
Um 19 Uhr im Haus am Festplatz im Sitzungssaal.
"Wir weigern uns, Feinde zu sein". Mit diesem Motto engagiert sich der christliche Palästinenser Daoud Nassar bereits seit mehreren Jahrzehnten mit seinem Friedensprojekt "Tent of Nations" bei Bethlehem.
Daoud Nassar wird in seinem Vortrag am 9. September über seinen Kampf um sein Grundstück berichten, aber auch auf die aktuellen Entwicklungen im Westjordanland und auf die jetzige Situation eingehen (19 Uhr im Haus am Festplatz in der Schwarzwaldstraße 4, Sitzungssaal im Erdgeschoss). Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden für die Deckung der Gerichtskosten gebeten. Daoud Nassar spricht in deutscher Sprache.
Von seinem Großvater hat der palästinensische Christ Daoud Nassar ein 42 Hektar großes landwirtschaftliches Grundstück geerbt. Obwohl er die vor mehr als 100 Jahren ausgestellte Kaufurkunde vorweisen kann, muss er schon seit 34 Jahren bis vor dem höchsten israelischen Gericht darum kämpfen, dass er das Grundstück behalten kann.
Ich glaube an Gerechtigkeit“, sagt Daoud Nassar. Menschen, die in schwierigen Situationen ohne Hoffnung leben, besonders wenn sie mit Gewalt konfrontiert sind, reagieren normalerweise mit Gewalt, Resignation, oder verlassen das Land. Obwohl er kein Wasser und keinen Strom zu dem Grundstück legen darf, obwohl mehr als 250 gepflanzte Olivenbäume zerstört wurden, reagiert er gewaltfrei. Im Vertrauen darauf, dass es Gerechtigkeit gibt, wandelt er negative Erfahrungen in positive Energie.
Das Grundstück ist zu einer Begegnungsstätte für Menschen aus aller Welt geworden. Es treffen sich Freiwillige mit dem Ziel, eine Verbindung zwischen Mensch und Land zu schaffen und sich gemeinsam für ein friedliches Miteinander zu engagieren. Auf Steinen, die am Eingang des Grundstücks stehen, steht in Arabisch, Englisch und Deutsch: „Wir weigern uns, Feinde zu sein.“
Daoud Nassar hat bereits mehrfach Emmendingen besucht, er selbst war Schüler der christlichen Schule Talitha Kumi, mit der die GHSE Emmendingen einen Austausch pflegt. Verschiedene Delegationen aus dem Landkreis Emmendingen haben im Rahmen von Besuchen des israelischen Partnerlandkreises Drom Hasharon ebenfalls den Weinberg der Familie Nassar mit dem Friedensprojekt Tent of Nations besucht.






