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Bagger im Naturschutzgebiet: In der Rheinniederung Wyhl-Weiseil laufen Pflegearbeiten zum Erhalt von Lebensräumen
Wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mitteilt, finden im Oktober und November Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet „Rheinniederung Wyhl-Weisweil“ statt. Das Schutzgebiet, das sich nördlich von Sasbach bis zum Leopoldskanal im Landkreis Emmendingen erstreckt, ist Lebensraum für eine Vielzahl gefährdeter und seltener Tier- und Pflanzenarten. Um diese Lebensräume zu erhalten hat das Naturschutzreferat des RP im Rahmen der Artenschutzoffensive des Landes Baden-Württemberg eine Kooperation mit dem Forst BW Forstbezirk Mittleres Rheintal von Forst BW initiiert. Unter anderem sind Bagger im Einsatz und Forst-Azubis lernen die Arbeit in sensiblen Uferbereichen.
Vielfältige Gewässerlebensräume, die geschützt werden müssen
Das Naturschutzgebiet „Rheinniederung Wyhl-Weisweil“ zeichnet sich durch vielfältige Gewässerlebensräume aus. Insbesondere Quellgewässer, besonnte Gewässerufer und kleine, nur zeitweise wasserführende Tümpel haben eine besondere Bedeutung für den Natur- und Artenschutz. So kommen hier beispielsweise die europaweit durch die Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie geschützten Arten Kammmolch und Gelbbauchunke vor.
Ab nächster Woche entnehmen Auszubildende von ForstBW an der Ruhsandkehle, einem im Staatswald gelegenen, bedeutsamen Quellgewässer Gehölze entlang der Ufer. 14 angehende Forstwirte und -wirtinnen der Ausbildungsstellen im Forstbezirk Ettenheim-Münster und Allerheiligen waren unter Anleitung ihrer Ausbilder bereits Ende September im Gebiet tätig. Weitere Einsätze der Azubis, teilweise unterstützt durch Fachfirmen, folgen.
Ziel der Aktion: den früheren Zustand des Gewässers so gut wie möglich wiederherstellen
Anschließend kommen die Langarmbagger eines auf Gewässerpflege spezialisierten Landschaftspflegebetriebs zum Einsatz, das im Auftrag des RP tätig wird. Von den freigestellten Uferbereichen aus werden die mächtigen Schlammschichten, die sich im Laufe der letzten Jahrzehnte im Gewässer angesammelt haben, vorsichtig entnommen. „Auf diese Weise wollen wir den früheren Zustand mit tiefem, glasklarem, blau schimmerndem Wasser und der auf diesen seltenen Gewässertyp angepassten Tier- und Pflanzenwelt so gut wie möglich wiederherstellen“, erklärt Claudia Leitz vom Naturschutzreferat des RP.
Frösche, Libellen und Wasservögel profitieren von den Maßnahmen
Auch an weiteren Gewässern im Gebiet werden im Oktober und November Maßnahmen durchgeführt. Davon profitieren Amphibienarten wie Laub- und Springfrosch, auentypische Libellen – darunter die immer seltener werdende Braune Mosaikjungfer und Wasservögel.








