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Landkreis Emmendingen: Klimaschutz trägt Früchte
Erstelldatum06.07.2026
Treibhausgasemissionen seit 2009 um 20 Prozent gesunken – Landkreis setzt Kurs für 2027 und 2028.
Der Landkreis Emmendingen kann beim Klimaschutz messbare Erfolge vorweisen: Zwischen 2009 und 2023 sind die Treibhausgasemissionen im Landkreis um rund 20 Prozent gesunken. Das zeigt der aktuelle Umsetzungsbericht zum „Vorreiterkonzept Klimaschutz", den der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner Sitzung am Montag, 29. Juni 2026 beraten hat.
„Die Zwischenbilanz zeigt: Der Landkreis ist beim Klimaschutz deutlich vorangekommen. Viele der priorisierten Maßnahmen wurden umgesetzt oder sind auf einem sehr guten Weg“, betont Klimaschutzmanager Philipp Oswald.
Seit Verabschiedung der Klimaschutzstrategie im Jahr 2023 wurden die Angebote des Landkreises unter der Marke der neuen Klimaschutzagentur „Team Energie Zukunft" deutlich ausgebaut. Allein in den vergangenen zwölf Monaten wurden über 250 Gebäudemodernisierungsberatungen und 52 Photovoltaikberatungen durchgeführt sowie 15 Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Unternehmen angeboten.
Innovative Lösungen
Auch beim Ausbau erneuerbarer Energien macht der Landkreis Fortschritte: Neben klassischen Photovoltaikanlagen werden zunehmend innovative Lösungen wie Agrar-PV und Parkplatz-Solaranlagen erschlossen. Bürgerenergiegenossenschaften wurden gestärkt, sodass mehr Menschen direkt von der Energiewende profitieren können.
Im Bereich Mobilität wurde im Frühjahr 2026 das kreisweite Leihfahrradsystem frelo in sieben Kommunen gestartet und stößt auf großes Interesse. Zudem geht die erste Mobilitätsstation in Elzach in Kürze in Betrieb und der öffentliche Nahverkehr wurde spürbar ausgebaut.
Für Unternehmen stehen noch dieses Jahr kostenfreie Energieeffizienzberatungen in Form der Keff+Checks bereit. Das MobilSiegel zeichnet zusätzlich Betriebe aus, die klimafreundliche Mobilität für ihre Beschäftigten fördern.
Neuer Schwerpunkt - industrielle Abwärhmenutzung
Für die Jahre 2027 und 2028 plant der Landkreis, erfolgreiche Maßnahmen fortzuführen und neue Schwerpunkte zu setzen – darunter die Nutzung industrieller Abwärme und Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel. Zusätzliche Mittel aus einer Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg – rund 190.000 Euro im Jahr 2026, perspektivisch bis zu 330.000 Euro jährlich – schaffen dafür eine solide Grundlage.
„Das Vorreiterkonzept bleibt der Kompass für die Klimaschutzarbeit des Landkreises. Die vergangenen drei Jahre zeigen, dass die gewählten Maßnahmen greifen. Nun gilt es, die erreichten Erfolge zu sichern und die nächsten Schritte mit Blick auf eine möglichst hohe Klimawirkung gezielt zu gehen“, so Landrat Hanno Hurth.






