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Mit Smartphone und QR-Codes

Erstelldatum04.08.2026
Neuer Rundgang verbindet Geschichte der Burgruine mit dem heutigen Bildungs-, Forschungs- und Landwirtschaftsstandort auf dem Gelände des ehemaligen Meierhofs.

An der Hochburg Emmendingen gibt es einen neuen digitalen Rundgang. Über QR-Codes können Besucherinnen und Besucher mit ihren Smartphones Informationen zur Geschichte der Gebäude und des landwirtschaftlichen Betriebes unterhalb der bekannten Ruine und zu deren heutigen Nutzung abrufen. Das Angebot des Landratsamts Emmendingen entstand in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat sowie dem Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Baden-Württemberg.
Der Name Hochburg steht für zwei eng miteinander verbundene Welten. Während die Burgruine als Kulturdenkmal weit über die Region hinaus bekannt ist, wird der darunter liegende ehemalige Meierhof, der einst die Burgherren mit Lebensmitteln versorgte, weit weniger beachtet. Dabei sind auch diese Gebäude sehr interessant, denn während die Burg über die Jahrhunderte hinweg zur Ruine wurde, blieb der Meierhof aktiv und entwickelte sich zu einem vielfältigen Standort für landwirtschaftliche Bildung, Forschung und Praxis.
Der neue Rundgang soll diesen Teil der Hochburg stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Eine Übersichtstafel bildet die Gebäude und Wege auf dem Gelände ab und dient als Ausgangspunkt. An den Gebäuden führen gut sichtbar angebrachte Tafeln mit QR-Codes zu den digitalen Informationen. Auf den landwirtschaftlichen Hof und dem Flächen stehen Schilder. Verhaltensregeln auf dem Hofgelände führen zu einem entspannten Aufenthalt. Am Start können die Gäste zwischen zwei Routen wählen: dem bereits bestehenden digitalen Rundgang zur Burgruine und der neuen Tour über den ehemaligen Meierhof.
Informationen zur Geschichte und zur heutigen Nutzung
„Es war für uns als Landkreis wichtig, gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium – insbesondere der Abteilung für den ökologischen Landbau –, diesen Teil der Hochburg der Bevölkerung informativ zu erschließen“, sagte Landrat Hanno Hurth bei der Eröffnung am vergangenen Freitag, 31. Juli 2026. „Gewählt haben wir einen digitalen Rundgang mit praktikablen Formaten. Informationen zur Geschichte der verschiedenen Gebäude und die heutige Nutzung sind so schnell und individuell aufrufbar.“
Zu den Einrichtungen auf dem Gelände gehört das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ), in dem Aus- und Fortbildungen in den Bereichen Landbau, ökologischer Landbau, Weinbau, Obstbau und Hauswirtschaft stattfinden. Seit 2005 ist der Landkreis Emmendingen Schulträger des überregionalen Bildungszentrums. Zudem hat das Land an dem Standort das Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Baden-Württemberg eingerichtet. Hier arbeiten das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg mit seiner Außenstelle „Ökologischer Landbau“, das Landwirtschaftliche Bildungszentrum und das Hofgut Hochburg zusammen. Das Hofgut wird als zertifizierter ökologischer Betrieb bewirtschaftet und bildet ebenfalls aus.
„Auf der Hochburg kommen Forschung, Bildung und landwirtschaftliche Praxis an einem Ort zusammen – das ist einmalig in Baden-Württemberg“, erklärte Ministerialdirigent Dr. Konrad Rühl, Abteilungsleiter Landwirtschaft im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat bei der Eröffnung des neuen Rundgangs. „Ergebnisse aus der Forschung können unmittelbar in die Ausbildung des landwirtschaftlichen Nachwuchses und in die Praxis einfließen. Gleichzeitig profitieren Forschung und Fachschule vom landwirtschaftlichen Betrieb in direkter Nachbarschaft.“
Zur Vielfalt des Standorts tragen außerdem die Bio-Musterregion Freiburg, der Verein Schulbauernhof Hochburg und die Allmendschule aus Wasser bei. Der Verein Schulbauernhof arbeitet seit 19 Jahren mit Kindern und Jugendlichen auf dem Gelände. Die Allmendschule beteiligt sich mit einer Gruppe an mehreren Tagen in der Woche an Arbeiten auf dem Gelände und an gemeinsamen Kochangeboten.







