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Autor: Pressestelle
Artikel vom 15.10.2019

Wie kann man den Naturraum aufwerten?

Deutsch, Schwitzerdütsch und dazwischen immer mal wieder ein paar Brocken Französisch. So klang es vor ein paar Tagen beim Trinationalen Treffen des Amtes für Flurneuordnung. Schon seit einigen Jahren treffen sich die Kollegen der Flurneuordnung aus Südbanden mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem angrenzenden Elsass und der Schweiz. „Die Treffen dienen zum einen dem Austausch, aber auch dazu, voneinander zu lernen, wie zum Beispiel die verschiedenen Ausgleichsmaßnahmen ökologisch bilanziert und in der Landschaft umgesetzt werden“, sagt Gottlob Holzinger, Leiter des Amtes für Flurneuordnung im Landkreis Emmendingen – wo das diesjährige Treffen stattgefunden hat.

Am besten veranschaulichen lassen sich die umgesetzten Ausgleichsmaßnahmen natürlich vor Ort, um zu sehen, wie die Natur aussieht. Für die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer stand unter anderem eine Führung durch das Gebiet der renaturierten Elz bei Köndringen auf dem Programm. Bernhard Walser, Flussmeister beim Regierungspräsidium Freiburg, und zuständiger Betreuer der Ersatzmaßnahme für das 3. und 4. Gleis, erläuterte detailliert die Dammrückverlegung und zeigte auf, wie man auch mit wenig Platz im bestehenden Gewässerraum die Natur aufwerten und die Elz wieder naturnah – mit Schlaufen und Windungen – verlaufen kann. Ebenfalls erläuterte er verschiedene Maßnahmen zur Dammsanierung bestehender Dammabschnitte mit Stahlspundwänden oder mit Hilfe von Bentonitbahnen.

Der rund zweistündige Exkurs zeigte den französischen und schweizerischen Kollegen, wie solche Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden können. „Wir haben viele Ideen für unsere Projekte sammeln können“, betonte auch Gottlob Holzinger am Ende.

Anschließend wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Flurneuordnung Denzlingen Ausgleichsmaßnahmen entlang von Gewässern sowie Gehölzstreifen an Ackerrändern für eine stärkere Biotopvernetzung vorgestellt.

Am Vormittag lag der Fokus auf den gesetzlichen Grundlagen und der ökologischen Bewertung der verschiedenen Maßnahmen. Etwa wurde verdeutlicht, welcher Eingriff in der Fläche wie vielen Ökopunkten entspricht und wie dieser ökologisch ausgeglichen werden kann.

Zwar sind die Projektdurchführungen und die Bewertungsverfahren in jedem Land unterschiedlich, bereichernd für die Arbeit der einzelnen ist es trotzdem. „Wir bleiben in ständigem Austausch – im kommenden Jahr treffen wir uns in Solothurn. 2021 ist Frankreich dran. Da geht es nach Colmar“, sagte Holzinger am Ende des Treffens.

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