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Autor: Pressestelle
Artikel vom 29.03.2016

Borkenkäfergefahr steigt nach mildem Winter

Der milde Winter und die lang anhaltende Trockenheit der vergangenen Monate haben zu einer kritischen Wasserversorgung der Bäume im Wald geführt. Das schwächt die Bäume und macht sie anfällig für den Borkenkäfer – vor allem Fichten. Das Kreisforstamt rechnet in diesem Frühjahr mit einem frühen und heftigen Käferflug. Es appelliert deshalb an alle Waldbesitzer, besonders gefährdete Bestände ab sofort auf frischen Befall mit Käfern zu kontrollieren – und betroffene Bäume umgehend aufzuarbeiten und aus dem Wald zu schaffen.

Ursache sind die teilweise wärmsten Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in der zweiten Jahreshälfte 2015 und in diesem Jahr. Die Trockenheit machte vor allem den Fichten mit ihrem flachen und oberflächennahen Wurzelwerk zu schaffen. Sie reagierten auf die Trockenheit mit starkem Nadelabwurf und ersten Dürreschäden. Die warme Witterung „erfreute“ hingegen Buchdrucker und Kupferstecher, zwei heimische Borkenkäferarten. Erste Käferschäden stellte das  Kreisforstamt bereits im vergangenen August fest. Im Herbst gab es sehr hohe Borkenkäferpopulationen, für die der milde Winter beste Voraussetzungen zum Überwintern bot. Die Entwicklung der Larven und Puppen der neuen Borkenkäfergeneration ist schon weit vorangeschritten. Häufig finden sich jetzt schon in den Brutbäumen fertig entwickelte Jungkäfer, die zum Ausflug bereit sind und für einen besonders frühen und starken Käferflug sorgen.

Um Zwangsnutzungen durch Buchdruckerbefall rechtzeitig vorzubeugen, muss vor allem die erste Käfergeneration frühzeitig erkannt und abgefangen werden – durch eine entsprechende Kontrolle der Waldbesitzer. Braunes  Bohrmehl am Stamm, abfallende Rinde und eine sich von unten her rot färbende Krone sind die typischen Symptome für einen Frühjahrsbefall durch Borkenkäfer. Besonders gefährdet sind die Waldungen, die bereits 2015 von Käfern befallen worden sind sowie frisch durchforstete Bestände und noch nicht aufgearbeitete Schnee- und Windbrüche aus dem Winter.

Schnelles Handeln ist wichtig: Beim Käferbefall müssen sofort alle befallenen Bäume aufgearbeitet und die rasche Abfuhr aus dem Wald organsiert werden.

Um einen Befall mit dem Kupferstecher, dem „kleineren Bruder“ des Buchdruckers, im Schlagraum zu verhindern, sollten so genannte „Verrottungsschnitte“ geführt werden. Dies ermöglicht ein schnelleres Austrocknen der Rinde und verhindert damit den Befall. Die  Verbrennung von Schlagraum sollte unterlassen bleiben, größere Mengen können gehackt und an Heizkraftwerke verkauft werden, empfiehlt das Kreisforstamt. Im Interesse aller Waldbesitzer bittet es um Unterstützung bei der Käferüberwachung. Um Schäden möglichst gering zu halten, sollten auch befallene Käferbäume abseits des eigenen Grundstücks gemeldet werden.

Das Kreisforstamt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Waldbesitzer nach dem Landeswaldgesetz verpflichtet sind, durch entsprechend kurzfristige Schritte die Massenvermehrung des Borkenkäfers zu verhindern. Die Waldbesitzer können sich beim örtlich zuständigen Forstrevierleiter beraten lassen. Für Waldbesitzer, die den Einschlag ihres Käferholzes derzeit nicht selbst übernehmen können, vermittelt das Kreisforstamt gerne geeignete und bewährte Forstunternehmer.

Weitere Informationen zur Vorbeugung gegen den Borkenkäfer erteilen der Forstbezirk Emmendingen Telefon 07641 451-9400 und der Forstbezirk Waldkirch Telefon 07641 451-9441.

 

Presse- und Europastelle

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