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Autor: Pressestelle
Artikel vom 02.03.2018

Kfz-Mechatronikerin - ein Beruf mit Zukunft

Die Situation der Unternehmen auf dem Ausbildungsmarkt hat sich im Landkreis Emmendingen weiter angespannt. Einem gewachsenen Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen stehen immer weniger Bewerber gegenüber. Dazu kommt, dass deren Überlegungen oft auf mehrere Alternativen abzielen: höherer Bildungsabschluss, schulische Berufsausbildung, Studium, Freiwilligendienste, Auslandsaufenthalte, Erwerbstätigkeit. Am Ende fällt nicht jede Entscheidung auf eine Ausbildung. Der fehlende Fachkräftenachwuchs ist schon jetzt eine ernste Bewährungsprobe für die Betriebe im Landkreis. Und sie wird es voraussichtlich noch eine Weile bleiben.

Bernhard Schmolck, Geschäftsführer der Schmolck GmbH & Co. KG in Emmendingen, hat sein Unternehmen schon frühzeitig auf diese Entwicklung eingestellt. Das 1947 von Emil Schmolck gegründete Autohaus mit weiteren eigenständigen Unternehmen in Emmendingen, Müllheim und Vogtsburg beschäftigt insgesamt 300 Mitarbeiter, darunter 80 Auszubildende. Damit das Unternehmen die hohen Kundenerwartungen nachhaltig erfüllen kann, ist es regelmäßig auf neuen Fachkräftenachwuchs angewiesen. Ausgebildet wird in nicht weniger als sieben Ausbildungsberufen[1] und in fünf dualen Studiengängen[2]: Schmolck lässt sich viel einfallen, damit nach den Sommerferien alle Lehrstellen tatsächlich auch besetzt sind. So haben seine Nachwuchskräfte einen Azubi-Werbefilm in eigener Regie produziert und auf der Firmenwebseite sowie auf Youtube veröffentlicht. Darüber hinaus stehen sie den „Neuen“ als Paten zur Verfügung.

Über Schulpartnerschaften, Teilnahme an lokalen Ausbildungsmessen, sogar im Elsass, und als Ausrichter von Veranstaltungen wie dem Girls‘Day-Aktionstag, gelingt schon früh der Kontakt zu jungen Menschen. Dazu kommt, das Schmolck Bewerber nicht sofort aussortiert, wenn sie auf den ersten Blick nicht zu überzeugen wissen. Der Blick über den Tellerrand gibt ihm Recht. Vermeintlich Leistungsschwächere entpuppen sich als wahre Perlen, Mädchen zeigen als Kfz-Mechatroniker, dass sie Technik können, und junge Elsässer lassen sich erfolgreich auf das Abenteuer einer Ausbildung in Deutschland ein.

Um die hohe Ausbildungsquote zu halten, bedarf es immer wieder neuer, kreativer Ideen und Aktivitäten, damit Mädchen und Jungen aus der Region für eine betriebliche Ausbildung interessiert werden können. Welche das sind oder in Zukunft sein könnten, darüber diskutierten am späten Vormittag auf Einladung von Geschäftsführer Bernhard Schmolck, der Vorsitzende des Runden Tisches zur Ausbildungssituation im Landkreis Emmendingen, Landrat Hanno Hurth, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Freiburg, Timo Honisch, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Emmendingen mbH, Thorsten Kille, und der Oberbürgermeister der Stadt Emmendingen, Stefan Schlatterer.

Bernhard Schmolck betonte bei der Vorstellung der vielfältigen Ausbildungsaktivitäten den hohen Stellenwert des Marketings für sein Unternehmen. Geschäftsführer Jürgen Henninger erklärte hierzu, dass der Etat, den die Firma Schmolck bei der Suche nach neuen Mitarbeitern und in die Pflege des bestehenden Personals investiert, inzwischen so hoch ist wie die Ausgaben zur Kundengewinnung.

Landrat Hanno Hurth zeigte sich beeindruckt von der Ausbildungsaktivitäten und der hohen Ausbildungsquote der Firma Schmolck, mit der eine gute Partnerschaft bei den Berufsschulen besteht. Schmolck ist außerdem Gründungsmitglied der Ausbildungsstiftung des Landkreises Emmendingen.

Timo Honisch, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Freiburg, betonte, für Unternehmen sei es wichtig herauszufinden, wie Jugendliche heute ticken. Es sei  beeindruckend, wie das dem Autohaus Schmolck gelinge. Er freue sich jedes Mal, wenn Ausbildungsbetriebe die #Ausbildung klarmachen und dafür am Ende mit einer guten Nachwuchskraft belohnt werden“.

Thorsten Kille, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises erwähnte die gute Akzeptanz der Praktikumsbörse, an der sich mittlerweile  rund 80 Betriebe beteiligen.

Aline Redman, die im Autohaus Schmolck eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin absolviert, berichtete beim abschließenden Firmenrundgang über ihre Beweggründe, warum sie sich als Frau für diesen Beruf entschieden hat. Zum einen liegt das an ihrem Vater, einem Kfz-Mechaniker-Meister, aber auch daran, „dass der Beruf nie ausstirbt. Autos sind Zukunft“.  

Arbeitgeber, die Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf eine Chance geben oder erfahren möchten, welche Fördermöglichkeiten dazu bestehen, können unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 gezielt darauf Antworten erhalten. Unter derselben Rufnummer können Betriebe der Agentur für Arbeit Freiburg noch zu besetzende Ausbildungsstellen für den kommenden Herbst oder für das anschließende Ausbildungsjahr melden.

Jugendliche, die zum Herbst noch eine Ausbildung suchen, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 als Bewerber registrieren lassen. Die Chancen auf eine Ausbildung sind günstig. In vielen Berufen sind noch zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt.

Die Agentur für Arbeit Freiburg wirbt bei Arbeitgebern, Bewerbern möglichst frühzeitig Klarheit über den Stand ihrer Bewerbung zu geben. Damit sichern sich Betriebe die Auszubildenden, die am besten passen, und geben anderen Jugendlichen die Chance, ihren Bewerbungsprozess zielgerichtet fortzusetzen. Ein ähnlicher Appell richtet sich an die Jugendlichen. Aus Gründen der Fairness gegenüber anderen Jugendlichen und gegenüber den Betrieben sollten sie keine Ausbildungsplätze durch Mehrfachzusagen blockieren


[1] Automobilkaufmann/frau, Kraftfahrzeugmechatroniker, Karosserie- und Fahrzeugbauer/in, Kaufmann/frau im Groß- und Außenhandel, Kaufmann/frau für Büromanagement, Informatikkaufmann/frau und 2018 erstmals Kaufmann/frau für Marketingkommunikation.

[2] Controlling und Consulting (DHBW), Automobilhandel (DHBW), BWL-Handel (DHBW), Angewandte Informatik (DHBW), Wirtschaftsinformatik Application Management (DHBW)

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