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Autor: Pressestelle
Artikel vom 15.05.2018

Nachwuchs der Wildtiere braucht Ruhe und Rücksicht

Die heimische Natur ist derzeit eine große Kinderstube - die Wildtiere bekommen ihren Nachwuchs: Rehe, Hasen, Wildschweine, alle Bodenbrüter wie Auerhuhn, Rebhühner, Waldschnepfen, Fasanen, Kiebitze, Feldlerchen, Enten und viele andere  heimische Wildtiere bringen jetzt in den Frühjahrsmonaten ihren Nachwuchs zur Welt und brauchen deshalb für sich und die Tierkinder viel Ruhe.

Damit die Jungtiere problemlos aufwachsen können, bitten der Wildtierbeauftragte des Landkreises Emmendingen und die  Jägervereinigung des Landkreises Emmendingen Erholungssuchende, Freizeitsportler und Hundehalter um Rücksicht und Einhaltung einiger einfacher Verhaltensregeln zum Schutz der Wildtiere und ihres Nachwuchses.

Wege nicht verlassen

Wildtiere halten sich besonders gern im Dickicht der Wälder, Waldrandgehölzen und Feldhecken oder im hohen Gras auf. „Es ist daher unbedingt notwendig, diese Ruhezonen nicht zu betreten und die Wege nicht zu verlassen”, appellieren Klemens Doll, der Wildtierbeauftragter des Landkreises und Thomas Schmieg für den Vorstand der Kreisjägervereinigung Emmendingen. Vor allem frei laufende Hunde können eine Gefahr für trächtige Tiere und brütende Vögel sowie deren Nachwuchs darstellen. Vierbeiner sollten deshalb in diesen sensiblen Bereichen immer an die Leine.

Wildtiernachwuchs nicht anfassen

Wer junge Wildtiere findet, darf sie auf keinen Fall berühren. Denn scheinbar verwaiste Rehkitze, Junghasen oder Jungvögel sind meistens gar nicht so hilflos, wie es vielleicht den Anschein hat. Der gut getarnte Nachwuchs wird in den ersten Lebenswochen von den Müttern oft viele Stunden allein gelassen und nur zum Säugen aufgesucht – der beste Schutz vor Fressfeinden. Die Küken bodenbrütender Vögel sind oft „Nestflüchter“ und laufen selbstständig umher, werden aber dennoch weiter von den Eltern versorgt. Erst durch menschliche Störung und Menschengeruch werden Jungtiere wirklich zu Waisen, die dann keine Überlebenschance mehr haben.

Wildtier gefunden, was nun?

Wer vermeintlich verletzte, geschwächte, kranke oder anderweitig gefährdete Wildtiere entdeckt, sollte sie aus sicherer Entfernung beobachten und im Zweifelsfall einen ortsansässigen Jäger und Wildtierschützer, den Wildtierbeauftragten, die Gemeinde oder die Polizei informieren.

Presse- und Europastelle

Herr Ulrich Spitzmüller
Pressereferent
07641 451-1010
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Frau Tebel-Haas
Pressereferentin
Europabeauftragte
07641 451-1011
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Frau Schulz
Sekretariat
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