Nachrichten aus dem Landkreis: Landkreis Emmendingen

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Autor: Pressestelle
Artikel vom 06.12.2019

Neue Müllgebühren ab 2020

Für die Leerung und Abfuhr der grauen Tonnen muss der Landkreis Emmendingen ab dem kommenden Jahr deutlich mehr zahlen. Das ist der hauptsächliche Grund dafür, dass die Müllgebühren zum 1. Januar 2020 um rund 14 Prozent steigen. Für eine „Musterfamilie“ mit vier Personen und einer 60-Liter-Tonne waren bisher 115 Euro fällig, künftig sind es 131 Euro. Das Einsammeln des Mülls im Landkreis Emmendingen wurde europaweit ausgeschrieben, den Zuschlag für die nächsten sieben Jahre bekam das schon bisher tätige Müllentsorgungsunternehmen Remondis als einziger Bieter. Ursache für die gestiegenen Kosten sind die LKW-Maut auch für Müllfahrzeuge, höhere Personalkosten und die allgemeinen Preissteigerungen der vergangenen Jahre. Die Erhöhungen werden auf die  Müllgebühren umgelegt, die Abfallwirtschaft des Landratsamtes „verdient“ an höheren Müllgebühren nichts. Auch nach der Anhebung – der ersten seit drei Jahren – liegen die Müllgebühren im Landkreis Emmendingen im Landesvergleich weiter im unteren Drittel.

Ein Viertel der Müllgebühr für die grauen Tonnen

Was in den 60.000 grauen Tonnen im zweiwöchigen Rhythmus – im Sommer wöchentlich – eingesammelt, zum Kahlenberg bei Ringsheim gefahren und dort in der Mechanisch-Biologischen Anlage des Zweckverbandes Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) bearbeitet wird, macht zusammen rund drei Viertel der Müllgebühr aus: 27 Prozent der Müllgebühr entfallen auf das Einsammeln und den Transport durch die Müllfahrzeuge und 47 Prozent für die Behandlung in der modernen ZAK-Anlage. Mit dem restlichen Viertel wird der Betrieb der zwölf Recyclinghöfe (anteilig fünf Prozent an der Müllgebühr) und der 19 Grünschnittplätze inklusive Christbaumsammlung (zusammen elf Prozent) sowie die Schadstoffsammlung (zwei Prozent Anteil) finanziert. Die Abholung von Sperrmüll, Schrott und Kühlgeräten schlägt mit sieben Prozent zu Buche. Gerade mal ein Prozent der Müllgebühr fällt für Infoblätter, Anzeigen und die Herstellung der rund 100.000 gedruckten Abfallkalender an.

Pro Jahr zahlt die Musterfamilie sieben Euro für den Recyclinghof

131 Euro Müllgebühr zahlt die vierköpfige Musterfamilie pro Jahr. Davon gehen rechnerisch 62 Euro an den ZAK für die Abfallbehandlung, 35 Euro kostet die Leerung der grauen Tonne. 14 Euro zahlt Familie Mustermann für die Entsorgung ihres Grünschnitts. Für den Sperrmüll und Schrott berappt sie anteilig neun Euro und die Nutzung der Recyclinghöfe kostet im Jahr gerade mal sieben Euro. Fürs Schadstoffmobil sind drei Euro eingeplant und für den restlichen Euro ihrer Müllgebühr erhält Familie Mustermann den Abfallkalender und weitere Informationen über die Öffentlichkeitsarbeit der Abfallwirtschaft.

Gelber Sack, Papier und Glas sind nicht in der Müllgebühr enthalten

Die Kosten fürs Einsammeln der Gelben Säcke und der Papiertonnen sowie die Leerung der Glascontainer ist nicht in der Müllgebühr enthalten. Diese Entsorgung wird über den Grünen Punkt und die Duale System Deutschland (DSD) finanziert, somit bereits beim Kauf der Produkte im Laden. Die Abfuhrtermine für Gelbe Säcke und Papiertonnen stehen aus Servicegründen dennoch im Abfallkalender des Landkreises, damit für die Haushalte nicht zwei Exemplare erforderlich sind, um zu wissen, wann welche Tonne an der Reihe ist.

Die Müllgebühren ab 2020 auf einen Blick

(in Klammer bisherige Gebühr):

  • 35-Liter-Tonne kostet ab Januar 76 Euro (67 Euro).
  • 50-Liter-Tonne beträgt 109 Euro (96 Euro).
  • 60-Liter-Behälter sind 131 Euro (115 Euro) fällig.
  • 80-Liter-Tonne werden 175 Euro (153 Euro) erhoben.
  • 120-Liter-Tonne sind es 262 Euro (230 Euro).
  • 240-Liter-Tonne kostet künftig 525 Euro (461 Euro).
  •  770-Liter-Container beträgt 1.687 Euro (1.479 Euro), für die 1.100-Liter-Container bei Miete  werden 2.410 Euro (2.114 Euro) 1.100-Liter-Container im Eigentum berechnet, wenn der      Container gekauft wurde reduziert sich der Betrag auf 2.382 Euro (2.087 Euro).
  • Müllsack 5,70 Euro (bisher 5,00 Euro), zuzüglich ortsübliche Verkaufsgebühr, in der Regel sind dies 30 Cent.
  • Die Zufuhr bzw. Abholung eines Müllbehälters wird ab Januar 2020 mit 20,20 Euro pro Anfahrt für die 35 bis 240-Liter-Tonnen und 32,80 Euro für die 770- und 1.100-Liter-Container berechnet.

Abfallkalender 2020: Alle Termine auf einen Blick

Welche Tonne wird wann abgeholt? Im Abfallkalender stehen alle Termine.

Behälterwechsel für Januar bis zum 10. Dezember beantragen

Wer schon für Januar 2020 eine Mülltonne neu bestellen oder zurückgeben will oder einen Behälterwechsel in eine größere oder kleinere Tonne plant, muss dies bis zum 10. Dezember 2019 bei der Abfallwirtschaft des Landratsamtes beantragen. Später eingehende Anträge können erst wieder zum 1. Februar 2020 berücksichtigt werden.
Die Anträge müssen über die Grundstücksbesitzer bzw. Hauseigentümer oder die Hausverwaltung bei der Abfallwirtschaft des Landratsamtes Emmendingen eingehen. Antragsformulare gibt es in allen Rathäusern und an den Infotheken des Landratsamtes Emmendingen. Auskünfte erteilen auch die Gebührensachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter des Landratsamtes.

Hier geht´s zum Formular Behälterwechsel beantragen