Landkreis Emmendingen (Druckversion)
Autor: Pressestelle
Artikel vom 02.09.2021

Infostelen auf dem Kandel in neuem Glanz

Der 1.242 Meter hohe Kandel ist ein „Berg der Kräfte“. Das spüren auch die 53 Info-Stelen, die über das gesamte Kandelbergland weitflächig verteilt und seit über zehn Jahren Wind und Wetter ausgesetzt sind. Sie wurden auf Beschädigungen untersucht und nach und nach ausgebessert. Seit diesem Sommer erstrahlen sie in frischem Glanz.

Zwischen 2007 und 2011 wurden die dreieckigen Infostelen angefertigt und aufgestellt. Das Ziel: Das Kandelgebiet aufwerten und die Attraktivität des Naherholungsgebietes auf und rund um den höchsten Berg des Landkreises Emmendingen zu erhöhen. Rund 260.000 Euro wurden für die Anfertigung und Gestaltung der Stelen investiert. Sie informieren in drei Sprachen auf Deutsch, englisch und französisch über die Pflanzenwelt, Geologie, Bergbau, Landwirtschaft und sportliche Angebote auf dem höchsten Kreisberg. Wanderer, Nordic-Walker und auch Radler erfahren auch Wissenswertes zu Sagen und Mythen oder über den Absturz des Kandelfelsen in der Walpurgisnacht 1981 oder das Erdbeben im Dezember 2004. Kinder haben ihren Spaß an den Geschichten mit der Kandelhexe Kandela.

Seit die Stelen stehen, gab es positive Rückmeldungen von Ausflüglern und Wanderern sowohl direkt auf dem Berg als auch von Touristikern und Gastronomen aus der Region. Die Stelen werden mit ihren interessanten Informationen als nachhaltige Bereicherung für einen Aufenthalt auf dem Kandel gewertet.  

Doch der Zahn der Zeit hat an den in die Landschaft gepflanzten Stelen genagt. Das raue Wetter mit Regen, Schnee, Stürmen und Sonne hat die Stelen verwittert, Folienbeschichtungen haben sich gelöst, Moos und Flechten statt dessen Besitz ergriffen, Feuchtigkeit ist in die Stelen eingedrungen. So mancher Aufkleber hat die Stelen „verziert“ und auch Kommentare und Herzchen wurden eingeritzt. Einige Stelen waren auch nicht mehr stabil. Die beschädigten Stelen wurden vom Bauhof der Gemeinde Simonswald abgebaut, manche zeitweise in der Hütte der Bergwacht zwischengelagert.

Für die Instandsetzung der Stelen sorgte Claudius Löffler, ein Forstwirt und Zimmermeister aus Waldkirch, der als Unternehmer Forstdienstleistungen anbietet. Mit ihm hat das federführende Landratsamt Emmendingen eine engagierte Person beauftragt, die sich mit Ortskenntnis und fachlichen Wissen um die Ausbesserung kümmerte. Für die Rekonstruktion der Tafeln konnte bei der Waldkircher Werbetechnikfirma Melcher auf die grafischen Daten der Erstproduktion zurückgegriffen werden. Für die Instandsetzung einiger beschädigter Stelen wurde jetzt ein wetterfestes Profil aus Edelstahl verwendet.

Bei manchen Stelen reichte es, sie von Verschmutzung, Graffiti oder Aufklebern zu säubern, 41 Stelen mussten jedoch neu beschichtet werden. Insgesamt wurden rund 15.000 Euro für die Renovierung aufgewendet.  

Zum Abschluss trafen sich die Akteure, die beim Projekt tätig waren, auf dem Kandel zum Ortstermin mit Landrat Hanno Hurth: Die Geographin Monika Nethe von der Universität Freiburg hatte die Konzeption für das Stelenprojekt erarbeitet, Günther Streule und Alexander Kauz waren hatten mit anderen Mitstreiterin von Anfang an im Einsatz, Dr. Martin Schreiner, der Dezernent für Ländlichen Raum des Landratsamtes hatte das Ausbesserungsprojekt koordiniert und Claudius Löffler konnte bei dem Treffen über die Ausbesserungsarbeiten berichten. Der Simonswälder Bürgermeister Stephan Schonefeld hatte die Arbeitsleistung seines Bauhofes beigesteuert.

Landrat Hanno Hurth dankte allen Beteiligten für ihr Engagement bei diesem Projekt und kündigte an: „Wir haben noch einiges vor“. So entsteht auf der anderen Seite des neuen Hotels „Bergwelt Kandel“ derzeit der Infopoint Kandel, ein Besucherzentrum mit Wissensvermittlung, Aufenthaltsraum für Busgäste und Toiletten. Die Bodenplatte ist bereits betoniert, demnächst beginnen die Aufbauarbeiten aus Holz. „Es ist eine erfreuliche Entwicklung auf dem Kandel, er wird nach und nach in einen besseren Zustand versetzt“, freute sich der Landrat.

Nur eines trübte die Freude beim Termin auf dem Hausberg des Landkreises: Regenschauer, Wind und kühle Witterung mitten in diesem feuchten Sommer zeigten, dass der Kandel tatsächlich ein Berg der Kräfte ist – bei jedem Wetter.

 

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