Nachrichten aus dem Landkreis: Landkreis Emmendingen

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Autor: Pressestelle
Artikel vom 03.06.2020

Landwirtschaftsamt informiert über Frühkartoffelanbau in Nitratgebieten

Die Änderung der Düngeverordnung, die am Ende April erfolgt ist, hat in der Region vor allem bei den Erzeugern von Frühkartoffeln im Bereich Forchheim für Diskussionen und Irritationen gesorgt. Das Landwirtschaft des Landratsamtes Emmendingen nimmt dies zum Anlass und gibt Hinweise zu geänderten Regelungen für sogenannte „rote Gebiete“ (Nitratgebiete) nach der Düngeverordnung (DÜV) vom 26. Mai 2017, die am 28. April 2020 geändert wurde.

In „roten Gebieten“ nach der Düngeverordnung gelten ab dem 1. Januar 2021 sieben bundeseinheitliche Anforderungen an die Bewirtschaftung und zusätzlich zwei Landesmaßnahmen. Gemäß § 13a Absatz 2 der Düngeverordnung (DÜV) Nr. 7 muss vor einer Sommerkultur wie Kartoffeln eine Zwischenfrucht angebaut werden, die nicht vor dem 15. Januar umgebrochen werden darf. Dies gilt nicht für Flächen, auf denen im Vorjahr eine Kultur stand, die nach dem 1. Oktober geerntet wurde. Das ist beispielsweise Körnermais. Aus pflanzenbaulicher Sicht ist Körnermais jedoch als Vorfrucht zu Kartoffeln nicht optimal, wäre aber von der vorgenannten Regelung nicht betroffen.

Diese Regelung gilt außerdem nicht für Gebiete mit einem jährlichen Niederschlag im langjährigen Mittel von weniger als 550 Millimeter pro Quadratmeter. Die Gemarkung Forchheim liegt aber nicht in einem solchen Trockengebiet. Eine Ausnahme von dieser Vorgabe ist nach der Düngeverordnung nicht möglich und die Länder können dies auch nicht erlassen. 

Diese Anforderungen sorgen bei den Erzeugern von Frühkartoffeln im Bereich von Forchheim für große Unruhe, weil dadurch der Frühkartoffelanbau auf der Gemarkung Forchheim, die im roten Gebiet liegt, erheblich einschränkt wird. Es gab daher auch Irritationen und Verwechslungen zum schon seit vielen Jahren nach „Cross Compliance“ bestehenden Pflugverbot bis zum 15. Februar für erosionsgefährdete Flächen.

Ob bei der für 2021 vorzunehmenden Binnendifferenzierung und Reduktion der „roten Gebiete“ von neun Prozent auf rund sechs Prozent landesweit Flächen ggf. ganz oder teilweise herausfallen, kann erst bis Ende 2020 beantwortet werden.