Nachrichten aus dem Landkreis: Landkreis Emmendingen

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Autor: Pressestelle
Artikel vom 19.02.2021

Corona-Lagebericht: Neuinfektionen bleiben niedrig, seit 22. Januar 3.528 Impfungen durchgeführt

Im Landkreis Emmendingen wurden im Berichtzeitraum vom 12. bis 18. Februar bei 36 Personen das SARS-CoV-2-Virus neu nachgewiesen; in der Vorwoche waren es 51. Der Wert der sog. 7-Tage-Inzidenz  sinkt damit von 28,2 in der Vorwoche auf 21,6. Der Trend der vergangenen Wochen mit insgesamt zurückgehenden und erfreulich niedrigen Zahlen neuer Infektionen hat sich in dieser Berichtswoche fortgesetzt.

Wie zu erwarten, hat sich die Situation bezüglich besorgniserregender Virusvarianten (Variants of Concern kurz „VOCs“) im Berichtszeitraum verschärft. Mittlerweile wurden dem Gesundheitsamt insgesamt 38 Laborbefunde mit Nachweis einer Mutation übermittelt.

In 19 dieser Fälle wurde im Rahmen einer speziellen Untersuchung (Vollgenomsequenzierung) die sog. britische Variante identifiziert, die Ergebnisse der restlichen Detailuntersuchungen liegen noch nicht vor. Nachweise anderer Varianten wurden durch Labore noch nicht gemeldet. Die erste Virusvariante wurde dem Gesundheitsamt am 21. Januar 2021 gemeldet. Im Zeitraum vom 21. Januar bis 18. Februar 2021 wurden dem Gesundheitsamt insgesamt 225 Labornachweise übermittelt, so dass sich mittlerweile ein Anteil der Virusvarianten von ca. 17 % aller Nachweise errechnet. Dies deckt sich in etwa mit den aktuell vom RKI veröffentlichten Daten, die von mittlerweile mehr als 20 % Varianten in der BRD ausgehen.

Das Gesundheitsamt Emmendingen begegnet, wie auch die anderen Gesundheitsämter, dieser Herausforderung weiterhin mit intensivierten Maßnahmen bei der Kontaktpersonennachverfolgung, u.a. mit 14-tägigen Quarantänen und dringenden Empfehlungen für PCR-Untersuchungen bei den engen Kontaktpersonen der Variantenträgerinnen und –träger.

Im Berichtszeitraum bleiben Übertragungen in der häuslichen Gemeinschaft in der Mehrheit. Fälle in vulnerablen Einrichtungen, beispielsweise in Kinderbetreuungen und einer Altenpflegeinrichtung, traten erneut auf bzw. halten noch an. Das Gesundheitsamt konnte anhand umfassender Recherche gemeinsam mit den Betroffenen und unter Berücksichtigung weiterer Erkenntnisse im Berichtszeitraum bei mehr als zwei Drittel der Infektionsfälle den jeweiligen Ansteckungsweg rückblickend nachvollziehen. In einigen Fällen gelingt dies aber trotz aller Recherchen nicht, so dass durchaus von einem, wenngleich auch in geringerem Maße, anhaltend diffusen Infektionsgeschehen in der Bevölkerung auszugehen ist.

Die Zahl der aktuell in Isolation befindlichen Kontaktpersonen der neu nachgewiesenen Fälle liegt – trotz der gesunkenen Zahl Infizierter –  mit 171 erneut deutlich höher als in der Vorwoche (103). Dies erklärt sich zum einen durch Infektionen in den genannten vulnerablen Einrichtungen, in denen dann jeweils Gruppen von Kontaktpersonen betroffen sind, zum anderen durch die vom Land Baden-Württemberg vorgegebene längere Quarantänedauer bei Nachweis von Virusvarianten (14 statt 10 Tage).

Insgesamt wird die Lage trotz der scheinbar niedrigen Werte auch weiterhin als ernst eingestuft: Insbesondere lässt sich schwer vorhersagen, wie sich die zunehmende Verbreitung der Virusvarianten tatsächlich auf das Infektionsgeschehen auswirkt. Offen ist ebenfalls, wie sich die anstehende teilweise Öffnung der Kitas und Schulen, auch unter Berücksichtigung der erforderlichen Zunahme der Mobilität auf die Lage auswirken wird.

Im Kreiskrankenhaus Emmendingen werden aktuell 2 Personen mit COVID-Erkrankung behandelt, eine Person wird auf der Intensivstation beatmet.

Im Kreisimpfzentrum in Kenzingen (KIZ) wurden seit dem 22. Januar bis einschließlich 18. Februar 2021 insgesamt 3.528 Impfungen im Kreisimpfzentrum und vom mobilen Impfteam durchgeführt.

Weitere detaillierte Informationen erhält der Lagebericht (PDF-Datei) des Gesundheitsamtes des Landkreises Emmendingen.