Landkreis Emmendingen (Druckversion)
Autor: Pressestelle
Artikel vom 12.03.2021

Corona-Lagebericht: Steigende Fallzahlen halten an

Im Landkreis Emmendingen wurden im Berichtzeitraum vom 5. bis 11. März 2021 bei 180 Personen das SARS-CoV-2-Virus neu nachgewiesen; in der Vorwoche waren es 110. Der Wert der sog. 7-Tage-Inzidenz (d.h. die Zahl der labornachgewiesenen Infektionsfälle der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner) stieg erheblich von 58,9 auf 93,7 an. Seit nun über einer Woche liegt dieser Wert somit deutlich über der kritischen Grenze von 50 und auch über dem Landesdurchschnitt (66,1).

Lage wird weiterhin als sehr ernst eingestuft

Aufgrund bereits vorliegender Verdachtsmeldungen, der Betroffenheit mehrerer Gruppen in Kindertagesstätten, Infektionsfällen in Schulen und der ebenfalls unverändert weiter steigenden Zahl ermittelter enger Kontaktpersonen (momentan 381, Vorwoche 324) muss prognostisch von einem in nächster Zeit anhaltend ungünstigen Infektionsgeschehen ausgegangen werden. Es bestehen durchaus Hinweise auf ein drohendes neuerliches exponentielles Ansteigen der Infektionen mit entsprechenden Folgen. Ursache hierfür sind die anhaltend starke Verbreitung besorgniserregender Virusvarianten, möglicherweise aber auch eine reduzierte Beachtung der Kontaktbeschränkungen in Freizeit, Familie und Beruf. Auch die Öffnung der Kindertagesstätten und Grundschulen mit resultierender Zunahme der Mobilität scheint eine Rolle zu spielen.

Insgesamt wird die Lage derzeit weiterhin als sehr ernst eingestuft. Unverändert muss derzeit von einem diffusen Infektionsgeschehen ausgegangen werden, da der weit überwiegende Anteil der Infektionen keinen einzelnen großen Häufungsgeschehen zugeordnet werden kann und ferner in unterschiedlichen Lebenssituationen, an verschiedenen Orten und ohne Bezug zueinander auftritt.

Starke Verbreitung der Virusvarianten

Wie erwartet bleibt die Situation bezüglich besorgniserregender Virusvarianten (Variants of Concern kurz „VOCs“) im Berichtszeitraum auch im Landkreis Emmendingen kritisch. Mittlerweile wurden dem Gesundheitsamt seit dem 21. Januar 2021 insgesamt 287 Laborbefunde mit Nachweis einer Mutation übermittelt. In 241 dieser Befunde wurde das Sequenzierungsergebnis mit Bestätigung der „britischen Variante (UK)“ übermittelt. Zwischen dem Erstnachweis durch ein Labor und der Übermittlung des endgültigen Detailergebnisses besteht ein Zeitverzug von mehreren Tagen. Dies führt zu einer gewissen Verzögerung der Bewertung in der jeweiligen Berichtswoche. Rückblickend auf die Kalenderwoche 9/2021 vom 26. Februar bis 4. März waren erneut in fast drei Viertel der Proben (72,2 %) Mutationen nachgewiesen. Die „britische Virusvariante“ ist mittlerweile im Landkreis und vermutlich auch in der Region vorherrschend.

Infektionsursachen in etwa 80 Prozent rücklickend ermittelt

Das Gesundheitsamt konnte im Berichtszeitraum in ca. 80% der Fälle aufgrund intensiver und teils mehrtägiger Recherchen die Infektionsursachen rückblickend ermitteln. Derzeit wird das Geschehen durch eine größere Zahl von Ausbrüchen in Familien und Familienverbänden in mehreren Orten im Landkreis und Infektionen in fünf Kindertageseinrichtungen und zwei Schulen dominiert. In mindestens drei Kitas sind nach jetzigem Stand Infektionen mit besorgniserregenden Virusvarianten (VOC) aufgetreten, die zu einer größeren Anzahl häuslicher Absonderungen auch z.B. der Eltern der als enge Kontaktpersonen geltenden Kinder führen. Neben wenigen Fällen in Betrieben gab es erneut Fälle in Einrichtungen der Altenpflege und der stationären Eingliederungshilfe, auch hier teils mit Mutationsnachweisen.

Im Kreiskrankenhaus Emmendingen werden aktuell 16 Personen mit COVID-Erkrankung behandelt, in der Vorwoche waren es elf Personen. Drei Personen befinden sich auf der Intensivstation.

Im Kreisimpfzentrum in Kenzingen (KIZ) und vom mobilen Impfteam wurden seit dem 22. Januar bis einschließlich 11. März 2021 insgesamt 11.795 Impfungen, davon ca. 2.900 Zweitimpfungen durchgeführt.

Weitere detaillierte Informationen enthält der Lagebericht (PDF-Datei) des Gesundheitsamtes des Landkreises Emmendingen.

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