Nachrichten aus dem Landkreis: Landkreis Emmendingen

Seitenbereiche

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
AAA
Link zur Gebärdensprache Link zur leichten Sprache
info

Hauptbereich

Autor: Pressestelle
Artikel vom 04.05.2021

Glasfaserausbau der „weißen Flecken“ im Landkreis Emmendingen beginnt

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser wird die bisher schlecht versorgten Bereiche – die sogenannten „weißen Flecken“ - in 22 Kommunen des Landkreises Emmendingen mit Glasfaseranschlüssen ausbauen und damit gigabitfähig machen. Das Unternehmen erhält hierfür eine finanzielle Förderung von Bund, Land, Kreis und Kommunen in Höhe von insgesamt 34.275.215 Euro, ohne die ein wirtschaftlicher Ausbau in den Außenbereichen nicht möglich wäre.

Der Zuschlag für den „Aus- bzw. Aufbau und Betrieb eines Gigabit-Netzes im Landkreis Emmendingen – weiße Flecken“ wurde nach eingehender Bewertung der beiden vorliegenden Angebote in der Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistages am 22. März 2021 erteilt. Die Vergabe erfolgte nach zweijähriger Vorarbeit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft zur Umsetzung des Kreistagsbeschlusses vom 26. November 2018, mit dem der Ausbau der verbliebenen weißen Flecken befürwortet wurde. Nach intensiver Abstimmung mit den 22 beteiligten Kommunen wurde das Fördergebiet mit insgesamt 808 Adressen, die überwiegend im Außenbereich liegen, festgelegt, der Förderantrag gestellt und der Auf- und Ausbau des Gigabit-Netzes im Sommer 2020 ausgeschrieben.

Die Vertragsgespräche sind abgeschlossen. Sobald der endgültige Zuwendungsbescheid vorliegt, kann mit dem Ausbau begonnen werden. Dies soll voraussichtlich im Juni dieses Jahres erfolgen.

"Annähernd zu 100 Prozent schneller Breitbandanschluss"

„Der Landkreis Emmendingen wäre einer der ersten Landkreise, der wirklich flächendeckend, nämlich annähernd zu 100 Prozent, mit schnellen Breitbandanschlüssen versorgt wäre“, freut sich Landrat Hanno Hurth. Er sieht im Ausbauprojekt „Weiße Flecken“ den erfolgreichen Abschluss der im Jahr 2016 begonnen Breitbandausbauoffensive des Landkreises.

Parallel zum geförderten Ausbau der weißen Flecken in den Außenbereichen plant das Unternehmen Deutsche Glasfaser Glasfaserprojekte mit privaten Investitionsmitteln zu realisieren. „Im Zuge dieses Projekts planen wir weitere Ortschaften mit etwa 40.000 zusätzlichen Glasfaseranschlüssen privatwirtschaftlich zu erschließen. So nutzen wir Synergieeffekte optimal und sorgen so für eine flächendeckende Glasfaserversorgung im Landkreis“, sagt Gunther Schwab, Geschäftsleiter Förderung von Deutsche Glasfaser.

Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Thorsten Kille, begrüßt dies ausdrücklich. „Damit kann ein koordinierter Ausbau und mittelfristig eine zukunftsfähige Versorgung mit 1000 Mbit/s für alle Gebäude im Landkreis realisiert werden“.

Der Kreistag hatte in seiner Entscheidung zum Breitbandausbau in den noch nicht versorgten Gebieten eine Beteiligung in Höhe eines Drittels der erforderlichen Eigenmittel beschlossen. Die restlichen zwei Drittel übernehmen die beteiligten 22 Kommunen. Der Bund fördert die zuwendungsfähigen Ausgaben des Breitbandausbaus Stufe II mit 50 Prozent, der Landeszuschuss beträgt 40 Prozent.

 

Finanzierung:

Deckungslücke gesamt                34.275.215   Euro

davon Bundesförderung               7.137.607   Euro

davon Landesförderung               13.710.086   Euro

davon Anteil Kommunen              2.285.014   Euro

davon Anteil Landkreis                 1.142.507    Euro

  

Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser

Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser plant, baut und betreibt hauptsächlich anbieteroffene Glasfaser-Direktanschlüsse für Privathaushalte und Unternehmen. Sie engagiert sich bundesweit privatwirtschaftlich für die Breitbandversorgung ländlicher Regionen. Mit innovativen Planungs- und Bauverfahren realisiert Deutsche Glasfaser in enger Kooperation mit den Kommunen FTTH-Netzanschlüsse schnell und kosteneffizient – auch im Rahmen bestehender Förderprogramme für den flächendeckenden Breitbandausbau. 2020 gründeten die erfahrenen Glasfaserinvestoren EQT und OMERS als Eigentümer die Unternehmensgruppe durch einen Zusammenschluss der Netzanbieter inexio und Deutsche Glasfaser. Mit einem verfügbaren Gesamtinvestitionsvolumen von 7 Milliarden Euro sollen so mittelfristig 6 Millionenj Glasfaseranschlüsse deutschlandweit ausgebaut werden. Deutsche Glasfaser ist als FTTH-Anbieter mit den meisten Vertragskunden markführend in Deutschland.

www.deutsche-glasfaser.de    

 

Beteiligte Kommunen:

Bahlingen am Kaiserstuhl, Biederbach, Elzach, Emmendingen, Endingen am Kaiserstuhl, Forchheim, Gutach im Breisgau, Herbolzheim, Kenzingen, Malterdingen, Reute, Riegel am Kaiserstuhl, Sasbach am Kaiserstuhl, Sexau, Simonswald, Teningen, Weisweil, Wyhl am Kaiserstuhl, Rheinhausen, Freiamt, Winden im Elztal und Waldkirch

 

Hintergrund:

Mit dem realisierten Breitbandausbau I durch einen Ausbauträger unter Gewährung eines finanziellen Zuschusses in den Jahren 2016 bis 2018 wurde die Breitbandversorgung im Landkreis Emmendingen nahezu flächendeckend auf 30-100 Mbit/s ertüchtigt. Die Erschließung der nach dem Breitbandausbau I noch verbliebenen „weißen Flecken“ wurde vom Kreistag in seiner Sitzung am 28. November 2018 befürwortet und eine Beteiligung in Höhe eines Drittels an den erforderlichen Eigenmitteln beschlossen. Die restlichen zwei Drittel der Eigenmittel werden von den beteiligten Kommunen getragen. Der Bund fördert die zuwendungsfähigen Ausgaben des Breitbandausbaus Stufe II mit einer Förderquote von 50 Prozent. Der Landeszuschuss beträgt 40 Prozent.