Hauptbereich
Ausreichender Impfschutz ist auch für Erwachsene wichtig
Erstelldatum24.04.2018
"Vorbeugen. Schützen. Impfen" ist das Motto der 13. Europäischen Impfwoche vom 23. bis 29. April 2018. Bei der Masernimpfung im Landkreis gibt es in einigen Gemeinden noch Nachholbedarf.
Ein ausreichender Impfschutz ist nicht nur für Kinder wichtig, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene. Darauf weist das Gesundheitsamt des Landratsamtes Emmendingen in der 13. Europäischen Impfwoche vom 23. bis 29. April 2018 hin. Sie steht unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen“.
Die Durchimpfung mit Impfstoffen für das Kindesalter hat noch immer kein optimales Niveau erreicht und sinkt in Baden-Württemberg in einigen Kreisen und Gemeinden sogar. Jugendliche und Erwachsene wissen häufig nicht, dass auch sie Impfungen benötigen, um sich und ihr Umfeld vor gefährlichen und vermeidbaren Krankheiten zu schützen. Lücken in der Durchimpfung führen zu vermeidbaren Krankheitsausbrüchen, die Menschen jeden Alters befallen.
Im Landkreis Emmendingen lag die Impfquote für die erste Masernimpfung der 4- bis 5-jährigen Kinder insgesamt bei 96,5 Prozent und damit über dem Landesschnitt (95 Prozent). Zwei Masernimpfungen erhalten hatten im Kreisdurchschnitt 91,1 Prozent der Einschulungskinder (Landesdurchschnitt: 89 Prozent). Das ergab die Auswertung der aktuellen Einschulungsuntersuchung.
Dennoch gibt es im Landkreis Gemeinden, bei denen nur zwischen 68 und 79 Prozent der Einschulungskinder und damit viel zu wenig vollständig gegen Masern geimpft sind: In Freiamt und Elzach haben nur 79 Prozent die zweite Masernimpfung erhalten, in Simonswald waren es 76 Prozent und in Winden lediglich 68 Prozent.
Deutlich verbessert hat sich dagegen die Masern-Impfquote in Sexau, wo sie im Vergleich zum Vorjahr von 74 Prozent auf den guten Wert von fast 94 Prozent für die zweite Masernimpfung gestiegen ist.
Nicht nur Kinder, sondern auch viele junge Erwachsene sind nicht ausreichend gegen Masern geimpft. So waren in Baden-Württemberg seit 2015 rund die Hälfte aller an Masern erkrankten Personen über 15 Jahre alt.
Das Gesundheitsamt weist zudem daraufhin, dass auch ältere Erwachsene an einen ausreichenden Impfschutz denken sollten. Beispielsweise lässt der durch einige Impfstoffe gewährte Schutz im Laufe der Zeit nach. Auffrischungsdosen des Diphtherie-, Tetanus- und Keuchhusten(Pertussis)-impfstoffs im Erwachsenenalter sind nötig, um einen lebenslangen Schutz sicherzustellen.
Aktuelle Zahlen belegen die Notwendigkeit: So wurden im Jahr 2017 beim Gesundheitsamt des Landratsamtes immerhin 42 Keuchhustenkrankheitsfälle mit Labornachweis gemeldet – fast die Hälfte der Erkrankten war über 40 Jahre alt.
Aus Anlass der Europäischen Impfwoche informierten die beiden Ärztinnen Minou Welte-Hafezi und Claudia Klepacki vom Gesundheitsamt am Mittwoch Schülerinnen und Schüler der GHSE in Emmendingen. Rund 100 junge Menschen nutzten in den Schulpausen am Infostand die Möglichkeit, sich über empfohlene Impfungen zu informieren.
Einige hatten dazu ihr Impfbuch mitgebracht, das die beiden Ärztinnen auf Aktualität überprüften. Bei einem Quiz waren die richtigen Lösungen zu Tetanus, FSME, Masern, Mumps und Röteln und zur HIV-Infektionen gefragt.







