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Autor: Pressestelle
Artikel vom 10.12.2018

Klimaschutz ist Unterrichtsthema für angehende Landwirte und Winzer

Im polnischen Katowice treffen sich in dieser Woche Delegierte aus aller Welt zur UN-Klimakonferenz – der Klimaschutz ist ab dieser Woche erstmals auch Unterrichtsthema bei den Studierenden der Fachschulen im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Emmendingen-Hochburg. In den Ausbildungsjahrgängen der Fachrichtungen „Landbau“, „Ökologischer Landbau“ und „Weinbau und Oenologie“ werden im Winterhalbjahr in mehreren Unterrichtseinheiten die Themen Klimaschutz, Klimawandel und Anpassung an die Folgen behandelt.

Die globale Klimaerwärmung ist längst am Oberrhein angekommen. Eingewanderte Schädlinge die wie Tigermücke, heftige Unwetter oder wie im Hitzesommer 2018 ausbleibende Niederschläge mit Dürre und Ernteausfällen machen auch den heimischen Landwirten und Winzern zunehmend Probleme. Daher wird es immer wichtiger, dass bereits in der Aus- und Weiterbildung im Landbau und Weinbau Möglichkeiten aufgezeigt werden, mit dem Klimawandel zurecht zu kommen und auf weitere Extreme vorbereitet zu sein.

Deshalb wird die Behandlung von Anpassungsstrategien in den aktuellen Meister-Ausbildungsjahrgang zum Landwirt bzw. Winzer integriert. Der Klimaschutzmanager des Landkreises Emmendingen und das Bildungszentrum arbeiten dazu mit Experten aus dem Bereich Klimawandel zusammen.

Da die Landwirtschaft nicht nur selbst vom Klimawandel betroffen ist, sondern mit Treibhausgasemissionen einer der Verursacher der Erwärmung ist, werden auch Möglichkeiten für Klimaschutz im landwirtschaftlichen Betrieb thematisiert. In den Sommerhalbjahren erfolgt dann fachpraktischer Unterricht auf landwirtschaftlichen Betrieben und bei Weingütern.

Das Projekt am Bildungszentrum steht in Zusammenhang mit der geplanten Erneuerung der Nahwärmeversorgung des ganzen Areals mit  erneuerbarer Energien, außerdem sind weitere Bildungsprojekte  geplant. Das Gesamtprojekt hat im Jahr 2016 im Wettbewerb „Klimaschutz mit System“ eine Förderung des Landes Baden-Württemberg und der EU (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) gewonnen. Bis 2021 soll das Projekt abgeschlossen sein.