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Offizieller Abschluss für Flurneuordnung in Hecklingen
Erstelldatum26.05.2023
Seit 1988 wurden in Hecklingen über eine Million Euro für neun neue Wege, die Umgestaltung des Kirchplatzes und geänderte Zufahrten investiert.Der Ort hat davon profitiert.
„Unser Dorf ist schöner geworden“: Das war die einhellige Meinung beim offiziellen Abschluss des Flurneuordnungsverfahrens in Hecklingen. Mit der Überreichung der sogenannten Schlussfeststellung im Hecklinger Rathaus durch das Amt für Flurneuordnung wurde auch das amtliche Ende des Projekts jetzt besiegelt.
Was die Maßnahmen bewirken, lässt sich seither beim Gang durch Hecklingen überall sehen: Seit 1988 wurden im Bilderbuchdorf unterhalb der Burgruine Lichteneck insgesamt eine Million Euro investiert. Die Stadt Kenzingen übernahm davon 518.000 Euro, das Land steuerte 560.000 Euro an Zuschüssen bei.
Beim Verfahren wurden die Grundstücksgrenzen an die heutigen Verhältnisse angepasst. Damit verbunden war der Ausbau von neun Wegen bzw. Straßen und die Umgestaltung des Kirchplatzes mit dem ortsbildprägenden Zwiebelturm. Auch der Dorfbrunnen wurde neu in Szene gesetzt.
Ziel des Flurneuordnungsverfahrens war es, die ländliche Infrastruktur zu verbessern und den dörflichen Charakter von Hecklingen zu erhalten werden. Zudem können jetzt viele Anwesen besser erreicht werden, weil auch die Überfahrrechte neu geregelt und Zufahrten verändert wurden. Mit dem Projekt konnte auch die Kulturlandschaft des Weindorfes weiterentwickelt werden, So schmuck, wie sich Hecklingen nach Abschluss des Flurneuordnungsverfahren jetzt präsentiert, hat das Dorf nicht nur an Lebensqualität gewonnen, sondern ist auch für Radfahrer und Ausflüger ein netter Etappenort geworden.
An dem Projekt waren in den vergangenen drei Jahrzehnten 132 Eigentümer mit 179 Grundstücken beteiligt. Die Fläche, die betroffen war, umfasste rund elf Hektar.
„Unser Dorf sollte schöner werden – und es ist schöner geworden“, stellte Karl Eschbach, der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft fest – auch wenn er anmerkte, dass die „elfte Baumaßnahme“, nämlich eine Halle für Hecklingen, sich bisher nicht erfüllt hat.
Auch Bürgermeister Matthias Guderjan freute sich über den Abschluss des Projekts. „Es ist eine gute Sache für Hecklingen, der Ort hat überaus profitiert“.
Das Projekt zu stemmen war nur möglich durch das Engagement der Teilnehmergemeinschaft und deren Vorstand. Daran erinnerte Ortsvorsteher Berthold Seng in seinen Dankesworten. „Es wurden über 30 Jahre ehrenamtliches Engagement geleistet“, dankte er allen Beteiligten.
Das Projekt, für das die Federführung beim Flurneuordnungsamt des Landkreises Emmendingen lag, steuerte vor Ort eine dreiköpfige Vorstandschaft unter Leitung von Karl Eschbach. Sowohl er als auch Gerhard Schott und Dieter Bodemer erhielten zum offiziellen Abschluss des Flurneuordnungsverfahrens am Donnerstag im Hecklinger Rathaus für ihre ehrenamtliche Tätigkeit Dankurkunden von Landwirtschaftsminister Peter Hauk.
Sie wurden von Janine Jabs, der Leiterin der Flurneuordnung für den Landkreis Emmendigen, überreicht. „Bei solch einem Projekt braucht man einen langen Atem“, betonte sie. Die Projektleitung lag zuletzt bei Theresa Möhnle, als technischer Sachbearbeiter betreute Stefan Ebner das Projekt in Hecklingen.








