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"Der Mensch stand immer im Mittelpunkt"
Erstelldatum23.06.2023
Landwirtschaftsamsleiter Peter Ackermann in den Ruhestand verabschiedet.
Mehr als 13 Jahre lang war Landwirtschaftsdirektor Peter Ackermann das prägende Gesicht im Landwirtschaftsamt des Landkreises Emmendingen und dem Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) auf der Domäne Hochburg. Nun geht der studierte Agrarwissenschaftler nach über 40 Jahren im öffentlichen Dienst und einem erfüllten Berufsleben in den verdienten Ruhestand.
Bei seiner Verabschiedung im Landwirtschaftlichen beleuchtete Landrat Hanno Hurth die Zeit im Landwirtschaftsamt und nannte exemplarisch einige Herausforderungen, denen der scheidende Amtsleiter begegnen musste. Etwa die strenge Trennung von Verwaltungskontrollen, Vorortkontrollen und der Bewilligungsfreigabe. Ein großes Anliegen sei Peter Ackermann gewesen, „dass die Landwirte immer pünktlich und in korrekter Höhe die Ausgleichszahlungen erhalten“, erwähnte Hurth.
Aber auch die Beartung der Landwirtschaftlichen Betriebe, etwa zu den Themen Schwermetall oder Junikäfer, war ein großer Schwerpunkt. Gleichzeitig vermittelte er als Lehrer am Landwirtschaftlichen Bildungszentrum – dessen Leiter er auch war – seinen Schülerinnen und Schülern das Wissen rund um die Landwirtschaft. Es verlangte fachliche Expertise, großes Engagement und einen hohen Arbeitseinsatz, um Amt und Schule zu meistern, betonte Landrat Hurth. Das Landratsamt und das Landwirtschaftsamt im Besonderen „verliert einen ruhenden Pol, der in kritischen Situationen den Überblick behält, ausgleichend wirkt und mit Besonnenheit handelt.“
40 Jahre für die Landwirtschaft gearbeitet
Peter Ackermann selbst umschrieb in seiner Abschiedsrede, dass es ihm immer Freude gemacht habe, den Menschen zu begegnen und ihnen mit seiner Arbeit zu helfen. Der Mensch, so Ackermann, „steht bei unserer Arbeit immer im Mittelpunkt - egal, ob wir Anträge bearbeiten, ob wir unterrichten oder ob es um den Verkauf von Grundstücken geht.“ Die Zeit als Amtsleiter sei von Personalangelegenheiten und Verwaltungsarbeit geprägt gewesen. Dabei habe er bedauert, dass er zu wenig Zeit für die Landwirtschaft gehabt habe.
40 Jahre in der Landwirtschaft, davon 37 Jahre in der Agrarverwaltung. Michael Krumm, Abteilungspräsident Landwirtschaft des Regierungspräsidium Freiburg umriss die Studienjahre Ackermanns und schilderte die beruflichen Stationen seines „zuverlässigen und positiv-kritischen“ Kollegen und guten Freundes. Fachschule und Bildung sei ihm immer ein großes Anliegen gewesen.
Fabian Dörle bedankte sich in Doppelfunktion als stellvertretender Vorsitzender des BLHV Landkreis Emmendingen und dem Verein der ehemaligen Fachschüler Emmendingen-Hochburg bei Peter Ackermann. Er habe ihn als einen Menschen kennengelernt, der Herausforderungen mit hohem Sachverstand fachlich souverän gelöst habe.
Quiz zur Qualifizierung in den Ruhestand
Ackermanns Kollegen hatten noch eine schöne Überraschung für ihren scheidenden Amtsleiter parat. Er musste sich erst durch das Quiz „Wer wird Pansionär“ und einem weiteren Auswahlverfahren für den Ruhestand qualifizieren. Das ist ihm (leider) geglückt. Nun freut sich Peter Ackermann darauf, weniger Fremdbestimmt zu sein und seine Zeit frei gestalten zu können.











