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Den Wald Tag und Nacht erleben
Für Kinder ist es einfach toll, draußen zu sein. Wenn man dann auch noch im Zelt im Wald übernachtet und am Lagerfeuer kocht, wird der Aufenthalt in Wald zum spannenden Erlebnis. So geschehen bei der Junior-Ranger-Freizeit 1 der Kreisjugendarbeit des Landkreises Emmendigen.
Vergangene Woche haben insgesamt 14 Kinder zwischen acht und elf Jahren vier Tage und drei Nächte im Freiämter Wald verbracht. Am Allmendsberg wurde auf einer Wiese gezeltet, am Lagerfeuer gemeinsam gekocht und die Natur rund um die Uhr erforscht und erkundet. Etwa bei einer Eselwanderung mit den drei Hauseseln von Viola Nehbaß, die schon seit Jahren im Betreuuerteam der Freizeit aktiv ist. Bachbewohner wie Krebse wurden bei der Bachwanderung gefunden und erkundet. Auch der Waldboden wurde untersucht. Dabei entdeckten die Jungen und Mädchen viele kleine Waldbewohner. Natürlich kamen dabei auch Fragen auf wie zum Beispiel: wieviele Füße hat ein Tausendfüßler? Und können diese Tierchen auch stolpern?
Auch für die Mahlzeiten wurde auf das reiche Kräuerangebot des Waldes zurückgegriffen. So sammelten die Kinder einfrig Wildkräuter für den Quark der zu Pellkartoffeln genossen wurde. Überhaupt schmeckt Essen – zubereitet am Lagerfeuer – einfach anders als zu Hause. Stockbrot und Calzone wurden auch gerne gegessen.
Schutzgeister aus Lehm getöpfert und Naturtagebücher gestaltet
Und nachts? Da lauschten die acht bis elfjährigen Kinder den Waldbewohnern und den Geräuschen, die Bäume und Laub in der Dunkelheit von sich geben. Wenn eine Maus im Unterholz raschelt oder der Dachs vorbeikommt, klinkt es, als wäre ein Elefantenherde unterwegs. Aber keine Angst. Es kam kein Tier ins Zelt, dank den Schutzgeistern, die die Kinder gebastelt haben. Und bei der Nachtwanderung haben die jungen Ranger sogar Glühwürmchen gesehen.
Nach diesen aufregenden Tagen konnten die Jungen und Mädchen am Abschlusstag stolz ihre Urkunde entegegennehmen. Förster Martin Schreiner, Leiter des Forstamtes Emmendingen und Dezernent für Ländlichen Raum überreichte diese an die Teilnehmenden. Jetzt sind sie offiziell Junior-Ranger.










