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Borkenkäfer im Blick: Das Forstamt des Landratsamts Emmendingen informierte Privatwaldbesitzer
Landkreis Emmendingen. Rund 50 Privatwaldbesitzerinnen und -besitzer aus dem Landkreis Emmendingen kamen am 2. Juli 2025 auf Einladung des Forstamts des Landratsamts Emmendingen zu einer praxisnahen Veranstaltung zum Thema „Borkenkäfer“ nach Siensbach. Angesichts der aktuellen Hitzeperioden, die in Zukunft wohl noch zunehmen werden und die die Ausbreitung des Borkenkäfers zusätzlich begünstigen, ist das Thema von hoher Aktualität für die regionale Forstwirtschaft.
"Der Borkenkäfer macht nicht an Grundstücksgrenzen Halt"
Carla Wiest, stellvertretende Forstamtsleiterin und Organisatorin der Veranstaltung, betonte die Bedeutung gemeinsamer Präventionsanstrengungen: „Der Borkenkäfer macht nicht an Grundstücksgrenzen Halt. Um unsere Wälder zu schützen, sollten Waldbesitzende Hinweise auf befallene Bäume von Nachbarn daher nicht als Kritik, sondern als Unterstützung verstehen – zum Wohl aller Waldbesitzenden im Landkreis und der gesamten Region.“
Unterteilt in drei Gruppen durchliefen die Teilnehmenden verschiedene Stationen, an denen Experten praxisorientierte Einblicke und wichtige Informationen rund um das Borkenkäfer-Management im Privatwald vermittelten. Waldschutz-Expertin Felicitas Sander von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) informierte über die in unserer Gegend häufigsten Fichtenborkenkäfer – den Buchdrucker und den Kupferstecher. Durch steigende Temperaturen entwickeln sich diese Schädlinge schneller und können mehrere Generationen pro Saison ausbilden, was eine rasche Ausbreitung im Waldbestand zur Folge hat.
Beim Monitoring mit Revierleiter Leo Klotz und Trainee Johannes Höland erfuhren die Waldbesitzenden, wie Borkenkäferbefall im eigenen Wald frühzeitig erkannt werden kann. Typische Anzeichen sind Bohrmehl am Stammfuß, Einbohrlöcher und abgeplatzte Rinde – oft verursacht durch Spechte auf der Suche nach Nahrung.
Qualität des befallenen Holzes meist nur gering beeinflusst
Beim von Revierleiter Simon Fischer betreuten Thema „Aushaltung“ – also der Sortierung und dem Verkauf von Käferholz – wurde deutlich, dass der Befall die Holzqualität meist nur gering beeinflusst und das Holz für verschiedene Kunden im Holzhandel weiterhin genutzt werden kann, sofern bestimmte Längen- und Dickenanforderungen eingehalten werden.
Vertiefende Informationen, speziell zum Holzverkauf, aber auch zu weiteren Themen, bietet die Waldgenossenschaft Schwarzwald Breisgau über ihre Internetseite www.waldgenossenschaft-sb.de an.








