Landkreis Emmendingen (Druckversion)
Autor: Pressestelle
Artikel vom 21.04.2017

Nachholbedarf bei der zweiten Masernimpfung

Die Durchimpfung mit Impfstoffen für das Kindesalter hat noch immer kein optimales Niveau  erreicht und sinkt im Land in einigen Kreisen und Gemeinden sogar. Darauf weist das Gesundheitsamt des Landratsamtes Emmendingen aus Anlass der 12. Europäischen Impfwoche vom 24. bis 30. April 2017 hin. Sie steht unter dem „Impfungen wirken - Impfungen schützen in jeder Lebensphase“. Die seit 2005 jährlich veranstaltete Europäische Impfwoche soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für Gesundheit und Wohlbefinden schärfen. Jugendliche und Erwachsene wissen häufig nicht, dass auch sie Impfungen benötigen, um sich und ihr Umfeld vor gefährlichen und vermeidbaren Krankheiten zu schützen. Lücken in der Durchimpfung führen zu vermeidbaren Krankheitsausbrüchen, die Menschen jeden Alters betreffen können.

Kinder unter fünf Jahren sind einem besonderen Risiko ausgesetzt, aufgrund von Krankheiten, die durch Impfung vermieden werden könnten, ernste Komplikationen zu entwickeln oder sogar zu sterben. Impfstoffe, die gemäß den öffentlichen Impfempfehlungen verabreicht werden, bieten den bestmöglichen Schutz für Kinder zu einer Zeit, da sie ihn am meisten benötigen, betont das Emmendinger Gesundheitsamt

In Baden-Württemberg sind immerhin 95,2 Prozent der 4-bis 5-jährigen Kinder wenigstens einmal und 89,5 Prozent der Kinder zweimal geimpft. Das ergab die Auswertung der aktuellen Einschulungsuntersuchung.

Der Landkreis Emmendingen liegt leicht über diesen Werten: So lag die Impfquote für die erste Masernimpfung der 4-bis 5-jährigen Kinder insgesamt bei 95,4 Prozent. Die erforderlichen zwei Masernimpfungen hatten im Kreisdurchschnitt zwar 90 Prozent erhalten. Dieses Ergebnis wird jedoch nicht in allen Gemeinden erreicht. Während in Bahlingen, Endingen, Kenzingen, Malterdingen, Reute, Riegel und Vörstetten 95 Prozent zwei Mal gegen Masern geimpft sind, wurden in  Simonswald nur 73,9 Prozent, in Sexau 74,1 Prozent und in Elzach 77,8 Prozent der Einschulungskinder regelrecht  - und wie bundesweit seit langem öffentlich empfohlen - vollständig gegen Masern geimpft.

Gerade die Masernimpfung bietet Grund zur Sorge. Denn auch viele junge Erwachsene sind nicht ausreichend gegen Masern geimpft, betont das Gesundheitsamt. So waren in Baden-Württemberg rund die Hälfte aller seit 2015 an Masern erkrankten Personen über 15 Jahre alt.

Aber auch ältere Erwachsene sollten an einen ausreichenden Impfschutz denken, denn der durch die Impfung gewährte Schutz lässt im Laufe der Zeit nach. Deshalb muss die Impfung gegen Diphtherie-, Tetanus- und Keuchhusten (Pertussis) im Erwachsenenalter aufgefrischt werden, um einen lebenslangen Schutz sicherzustellen.

Diese Erinnerung erfolgt nicht grundlos: Denn im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Emmendingen immerhin 40 Keuchhustenkrankheitsfälle mit Labornachweis gemeldet – fast die Hälfte der Erkrankten war über 40 Jahre alt.

 

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