Historischer Rückblick: Landkreis Emmendingen

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Kurze Historie des Landkreises Emmendingen

Der Landkreis Emmendingen besteht aus ehemals badischem und vorderösterreichischem Gebiet sowie dem badisch-fürstenbergischem Kondo­minat Prechtal und kleineren württembergischen Besitzungen.

Wie Emmendingen, ehemals Mittelpunkt der badischen Herrschaft Hochberg, blieben nach der Konstituierung des Großherzogtums Baden im Jahr 1806 auch die beiden ehemals vorderöster­reichischen Städte Kenzingen und Waldkirch Sitz eines Oberamtes. 1807 wur­den die Bezirke, die von den drei genannten Ämtern verwaltet werden sollten, neu einge­teilt: Das Elztal mit seinen Seitentälern wurde dem Amt Waldkirch zugeteilt. Der Bereich vom Nordrand des Kaiserstuhls und dem Rhein im Westen bis in die Vorberge des Schwarzwaldes wurde dem Amt Kenzingen und das übrige Kreis­gebiet dem Amt Emmendingen zugeordnet.

Zu einer Neuverteilung kam es 1872, als das Bezirksamt Kenzingen aufge­löst wurde. Ein Teil der Ortschaften wurde Emmendingen, ein anderer Ettenheim zugeordnet. Erst 1897 kamen Herbolzheim sowie Ober- und Niederhausen, heute Rheinhausen, unter die Verwaltung des Amtes Emmendin­gen.

Die nächste Veränderung kam 1924 mit der Auflösung des Bezirksamtes Breisach, als die Kaiserstuhlorte Bischoffingen, Jechtingen, Kiechlinsbergen, Leiselheim, Königschaffhausen und Sasbach dem Amtsbezirk Emmendin­gen zugeordnet wurden. Diese Regelung bestand zwölf Jahre, dann gingen diese Orte außer Sas­bach und Königschaffhausen an den Amtsbezirk Freiburg.

1936 wurde das Amt Waldkirch aufgelöst. Das Glot­tertal mit seinen Seitentälern ging an das Amt Freiburg, das Elztal an den Amtsbezirk Em­mendingen. Bis in Siebzigerjahre blieben die Kreisgrenzen weitgehend unver­ändert.

Als am 15. Juni 1939 der Landkreis Emmendingen gegründet wurde, trat er in die Nachfolge des staatlichen Bezirksamtes, benutzte das gleiche Verwaltungsgebäude, hatte das gleiche Fachpersonal und den gleichen Amtsvorstand, der jetzt als Landrat bezeichnet wurde. Der Landkreis war immer noch staatliche Verwaltungsbehörde. Er erhielt jedoch in bestimmten Bereichen ein Selbstverwaltungsrecht, konnte sich freiwillige Aufgaben stellen, heute sind das zum Beispiel die Abfallwirtschaft und das Krankenhauswesen.

Die Kreisreform Anfang der siebziger Jahre ließ das Kreisgebiet unberührt. Erst die Gemeindereform Mitte der siebziger Jahre brachte mit den Orten Kiechlinsbergen, das zu Endingen sowie Jechtingen und Leiselheim, die zu Sasbach kamen, ei­nen Gebietszuwachs. Außer einigen Feinabgrenzungen ist die Größe des Landkreises mit 680 qkm seither unverändert geblieben.

1995 wurden die ehemals selbständigen staatlichen Behörden Gesundheitsamt, Veterinäramt und Wasserwirtschaftsamt ins Landratsamt eingegliedert. Im Jahre 2005 trat die Verwaltungsstrukturreform der Landesverwaltung in Baden-Württemberg in Kraft. Danach kamen zehn weitere sogenannte Sonderbehörden, wie Landwirtschaftsamt, Forstamt, Vermessungsamt und Flurneuordnungsamt zum Landratsamt. Hinzu kamen noch die Aufgaben der ehemaligen Landeswohlfahrtsverbände. Die Beschäftigtenzahl der Kreisverwaltung stieg dadurch um 240 auf über 680 Mitarbeiter. Der Kreistag beschloss deshalb den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes, das im Oktober 2008 am Festplatz in Emmendingen eingeweiht wurde.