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Beistandschaften, Vaterschaftsfeststellung und Unterhalt

Beistandschaft
Die Beistandschaft ist ein Angebot des Jugendamtes. Auf Ihren Wunsch unterstützen wir Sie dabei die Vaterschaft feststellen zu lassen und/oder Unterhaltsansprüche geltend zu machen. Für welchen Bereich Sie Hilfe benötigen, bestimmen Sie.

Vaterschaftsfeststellung
Sofern die Vaterschaft nicht amtlich festgestellt ist (oder das Kind als Kind des Ehemannes der Mutter) gilt, kann das Jugendamt als Beistand den Vater zur freiwilligen Vaterschaftsanerkennung auffordern. Die Vaterschaftsanerkennung wird nur mit Zustimmung der Mutter wirksam. Erfolgt keine freiwillige Anerkennung, kann das Jugendamt als Beistand eine Vaterschaftsklage führen.

Unterhaltsgeltendmachung
Der Beistand kann darüber hinaus zur Geltendmachung von Unterhalt bestellt werden. Hier kann ebenfalls freiwillige Anerkennung der Unterhaltsansprüche durch Urkunde (z.B. bei der Urkundsperson des Jugendamtes) oder gerichtliche Geltendmachung erfolgen. Hierzu gehören auch Auskunftsansprüche um die Höhe des Unterhaltes klären zu können und Zwangsvollstreckungen gegen die/den Unterhaltspflichtige(n), wenn diese(r) nicht freiwillig zahlt.

Die Einkommensverhältnisse der/des Unterhaltspflichtige(n) können sich wesentlich ändern. Es gehört dann zu den Aufgaben des Beistands, die Interessen des Kindes zu vertreten. Das ist beispielsweise der Fall, wenn das Einkommen der/des Unterhaltspflichtige(n) steigt und die Unterhaltszahlungen dementsprechend erhöht werden sollen.

Voraussetzungen
Sie können einen schriftlichen Antrag auf Beistandschaft beim Jugendamt stellen, wenn

  • Ihnen die alleinige elterliche Sorge zusteht oder
  • sich das Kind trotz gemeinsamer elterlicher Sorge in Ihrer Obhut befindet, also das Kind überwiegend bei Ihnen lebt.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Beistandschaft des Jugendamts
  • Kopie der Geburtsurkunde
  • falls vorhanden: Unterhaltsurkunden

Zur Beurkundung von Vaterschaftsanerkennungen, des gemeinsamen Sorgerechtes und der Erstellung von Unterhaltsurkunden ist es erforderlich vorab einen Termin zu vereinbaren.

Unterhaltsbeitreibung

Im Rahmen einer bestehenden Beistandschaft hat der Beistand des Kreisjugendamts die Aufgabe, die bestehenden Unterhaltsansprüche von Kindern und Jugendlichen geltend zu machen und ggfs. durchzusetzen. Hierzu gehört ggfs. auch, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen den Unterhaltspflichtigen anzuordnen, wenn dieser nicht freiwillig seiner Unterhaltsverpflichtung nachkommt.

Sorgerecht und Elterliche Sorge

Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, hat die Mutter die alleinige elterliche Sorge.

Gemeinsame Sorge besteht, wenn

  • die Eltern heiraten
  • die Eltern vor einem Notar oder dem Jugendamt gleichlautende Sorgeerklärungen abgeben

Die Sorgeerklärung kann auch schon vor der Geburt des Kindes abgegeben werden.
Zur Beurkundung vereinbaren Sie bitte vorher mit uns telefonisch einen Termin.
Die gemeinsame elterliche Sorge kann nur durch Beschluss des Familiengerichts wieder aufgehoben werden.

Sorgeregister

Liegen keine Eintragungen im Sorgeregister vor, so erhält die mit dem Vater des Kindes nicht verheiratete Mutter auf Antrag eine Bescheinigung von dem nach § 87c Abs.6 Satz 1 SGB VIII zuständigen Jugendamt.

Bitte beantragen Sie diese Bescheinigung mit dem Formular "Antrag auf Ausstellung einer Negativbescheinigung"

 

 

Beurkundungen

Im Rahmen von § 59 SGB VIII sind die Urkundspersonen beim Kreisjugendamt ermächtigt und befugt, folgende Erklärungen aufzunehmen und zu beurkunden:

  • Anerkennung der Vaterschaft
  • Anerkennung der Mutterschaft
  • Anerkennung von Unterhaltsansprüchen von Kindern und Jugendlichen
  • Anerkennung von Unterhaltsansprüchen nichtverheirateter Mütter
  • Bereiterklärung von Adoptionsbewerbern zur Annahme eines Kindes
  • Widerruf der Einwilligung des Kindes in die Annahme als Kind
  • Erklärung durch den Vater auf den Verzicht der elterlichen Sorge
  • Sorgeerklärungen

Beistandschaften, Vaterschaft und Unterhalt

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Persönliche Ansprechpartner im Fachbereich Beistandschaften

Aktuelle Unterhaltsätze

Zum 1. Januar 2018 haben sich die Unterhaltssätze in der Düsseldorfer Tabelle geändert. Gleichzeitig wurde auch das Kindergeld erhöht.
Düsseldorfer Tabelle

Informationen zur Beistandschaft